Integrated Solutions Console (ISC)

Die ISC ist von IBM als neue zentrale Administrationsschnittstelle für Hard- und Software-Produkte angekündigt worden. Sie basiert auf einem WebSphere Application Server, einer DB2-Datenbank und verschiedenen Java-Anwendungen.

Die Basis-Software der ISC wird auf einer ziemlich vollen CDROM ausgeliefert und benötigt ein System mit wenigstens 512 MB RAM und 1GB freien Festplattenspeicherplatz; auf einem Intel-System sollte außerdem wenigstens ein 800 MHz-Prozessor werkeln, damit später ein erträgliches Arbeiten mit der jeweiligen Anwendung möglich ist. Auch bei einem sehr schnellen Server dauert die Installation wenigstens 1 Stunde. Hier ist Geduld angesagt.

Der Aufruf der ISC erfolgt auf einem beliebigen System im Netzwerk über die Adresse

Aufruf der ISC

http://iscserver.mydomain.dom:8421/ibm/console

im bevorzugten Web-Browser (InternetExplorer oder Mozilla). Die Anwendung erscheint dann übrigens in der jeweiligen Landessprache, wenn diese im Browser eingestellt ist.

Der Default-User ist “iscadmin”; das Password wird bei der Installation vergeben.

Administration von Datensicherungssystemen

Als erstes Produkt ist Tivoli’s Datensicherungssystem TSM (Tivoli Storage Manager) in die ISC integriert, Die benötigte Software wird mit der Backup-Software auf 2 zusätzlichen CDROMs (ISC und Administration Center) geliefert.Die gesamte Installation wenigstens 2 Stunden, kann aber auch leicht 4 Stunden und länger andauern. Hier ist sehr viel Geduld angesagt und man sollte - auch wenn das System scheinbar nichts tut - den Installationsprozeß nicht vorschnell abbrechen. Eine abgebrochene Installation muss von Hand vollständig aus dem System entfernt werden, bevor ein erneuter Versuch gestartet wird.

Die ISC kann, muss aber nicht auf dem Datensicherungsserver installiert werden. Für große Installationen mit mehreren TSM-Servern empfiehlt sich die Installation auf einem zusätzlichen System, Das Administrieren mehrerer TSM-Systeme ist dadurch wesentlich vereinfacht - sofern man mit der Struktur des TSM Administration Center zurechtkommt.

Logon am TSM-AdministrationCenter

Nach dem Logon erscheint die ISC sehr aufgeräumt, wenn man nicht wie hier im Beispiel schon zwei “Storage Devices” (TSM-Server) eingerichtet hat.

Das eingebaute Tutorial (Getting Started) ist sehr umfangreich und erläutert die einzelnen Schritte der Administration. Obwohl beim Öffnen der einzelnen Anwendungen aus dem “Tivoli Storage Manager Menü” jeweils ein neues Unterfenster öffnet, sollte man sich das Tutorial in einem zweiten Browser-Fenster anzeigen lassen.

Definititon eines neuen TSM-Servers

Nachdem der TSM-Server Hardware-seitig installiert und gestartet wurde, kann man mit dem TSM Administration Center (im Folgenden kurz mit AC bezeichnet) mit der Konfiguration des Systems fortfahren. Im ersten Schritt muss dazu der neue Backup-Server dem AC bekannt gegeben werden.

In dem PullDown-Menü “— Select Action —” findet sich recht weit unten die Auswahl “Add Server Connection...”. Daraufhin erhält man eine Eingabemaske mit nachstehend aufgeführten Feldern:

  • Description - hier fügt man eine Beschreibung des Servers, ggf. auch den Namen des Administrators und seine Telefonnummer ein
  • Administrator Name - bei der Erstinstallation eines TSM-Servers ist dies “admin”
  • Password - Das Passwort für den Administrator, Default bei einer Erstinstallation ist “admin”
  • Password (confirm) - zur Sicherheit muss das Administratorpasswort hier ein zweites Mal angegeben werden
  • Server Address - die IP-Adresse des Servers oder der voll-qualifizerte Netzwerkname
  • Server Port - Die IP-Portnummer für die Netzwerkkommunikation; in der Regel ist dies “1500”

Bevor man auf den “ok”-Buttom klickt, solte man durch Setzen eines Häkchens vor dem Satz “Unlock the ADMIN_CENTER administrator...” entscheiden, ob man eine automatische Überprüfung des Server-Zustandes wünscht. Dies macht nur Sinn bei lokalen, d.h. permanent über das Netzwerk verbundenen Systemen.

Anmerkung Der Servername bzw. die Verbindungskennung für das neue TSM-System wird automatisch bestimmt. Jeder neue, mit Defaults installierte TSM-Server trägt den Namen “SERVER1”, d.h. jedes TSM-System würde somit auch in der AC mit diesem Namen erscheinen. Dies wird jedoch von der AC abgelehnt, weil eine Verbindung einen eindeutigen Namen besitzen muss. Abhilfe schafft hier die Kommandozeilen-Administration, indem man mit dem Kommando

Verbindungskennung

set servername karlstr

die neue TSM-Instanz mit einem eindeutigen Namen (in unserem Beispiel: “karlstr”) versieht.

Nachdem die Serververbindung definiert wurde, kann man mit der grafisch unterstützten Administration fortfahren. Das Öffnen eines Administrationsfensters erfolgt durch Mouse-Click auf den Verbindungsnamen. Daraufhin wird am unteren Ende der Portalseite das Informationsfenster des gewählten Systems angefügt (wenn man nicht über einen riesigen Bildschirm verfügt, muss man ganz nach unten “scrollen”, um diesen Bereich zu sehen).

Registrierung eines neuen Administrators

Das Master-Password und den Super-User allgemein bekannt zu geben ist nicht unbedingt sinnvoll. TSM sieht deshalb die Benutzung unterschiedlicher Anwender mit verschiedenen Berechtigungsstufen vor. Im Beipiel wird die Definition eines “Operators” gezeigt, dessen Passwort auf Dauer unverändert bleibt. Die Berechtigungsstufe erlaubt auch die Nutzung dieser Administrator-ID in Batch-Verfahren, z.B. zur Erstellung eines regelmäßigen Sicherungsreports.

Definition einer neuen Speichereinheit

1. Menü: Storage Devices Feld: Libaries for all Servers Action: add a storage device

2. Menü: Select Server Buttom: Select Buttom: Add a Storage Device

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wissen/ibm/isc.txt · Zuletzt geändert: 05.09.2010 20:31
 
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